Mykotherapie

Mykotherapie – Die Behandlung mit Heilpilzen

Die Behandlung mit Heilpilzen, auch Vitalpilze genannt, hat in China ihren Ursprung. Dort wurden sie schon seit vielen Jahrhunderten zur Behandlung der verschiedensten Erkrankungen eingesetzt. Diese Therapieform entstammt der TCM (Traditionelle chinesische Medizin) und wird als „Mykotherapie“ bezeichnet.

Seit vielen Jahren konnte sich diese Behandlungsform auch bei uns in Europa etablieren.

In USA und Japan sind einige Extrakte der Vitalpilze sogar als Medikament gegen Krebs zugelassen.

Auch in Deutschland wird zunehmend in dieser Richtung geforscht und immer häufiger werden Vitalpilze in der alternativen Krebstherapie eingesetzt.

 

Heilpilze

Wie funktioniert die Mykotherapie?

Durch intensive Forschung konnte das große Potential im Hinblick auf die Wirksamkeit der Heilpilze inzwischen auch belegt werden. Viele der Inhaltsstoffe wirken als Adaptogene, d.h. sie haben einen regulierenden Einfluss auf den Organismus. So kann derselbe Pilz beispielsweise bei einer Schilddrüsenüberfunktion, als auch einer Schilddrüsenunterfunktion verabreicht werden, um die Schilddrüsenfunktion wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Im Hinblick auf das Immunsystem ist die Wirkung  genauso interessant.

Heilpilze enthalten immunregulierende Substanzen, z.B. Polysaccharide wie Beta – Glucane und Triterpene. Auch hier wirkt der Pilz adaptogen und wird entweder die Immunabwehr steigern, oder z.B. bei Autoimmunerkrankungen, herabsetzen. Er wird also in jedem Fall regulierend wirken.

Entsprechend ihrer Zusammensetzung haben die Heilpilze meist bestimmte Wirkschwerpunkte und werden daher jeweils für spezielle Bereiche eingesetzt. So hat sich z.B. der Maitake, als effektive Therapie bei Diabetes erwiesen. Andere Heilpilze zeigen eine besondere Wirkung in der Behandlung von Allergien. Hier wäre insbesondere der Reishi zu nennen.

Da Heilpilze auch synergistisch wirken, d.h. sich in ihrer Wirkung unterstützen, können auch fast alle chronischen Krankheiten durch die Mykotherapie günstig beeinflusst werden.

Auch akute Erkrankungen bieten ein dankbares Einsatzfeld für Heilpilze.

  • Bestimmte Pilze wirken gegen Viren und Bakterien, zeigen eine entzündungshemmende, schleimlösende oder schmerzstillende Wirkung.
  • Auch ein Effekt auf die Psyche ist bekannt. So können Heilpilze auch zur Behandlung von Beschwerden durch Stress eingesetzt werden.
  • Neben dem Einsatz im direkten Krankheitsfall, können Vitalpilze auch prophylaktisch, also vorbeugend, gegeben werden. Sie enthalten in hohem Maße Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren, Enzyme, Spurenelemente und andere Wirkstoffkomponente, die sich positiv auf die Gesundheit und sogar leistungssteigernd auswirken.

Um die hohe Vitalstoffdichte zu nutzen wird der gesamte Pilz getrocknet und zu Pulver zermahlen. Die Verabreichung kann dann in Presstabletten, als Kapseln, Tee, oder eben in Pulverform erfolgen.

Außerdem können intensiv wirkende Extrakte hergestellt werden. Diese enthalten kaum Vitalstoffe, dafür aber rund 20-fach konzentrierte Wirkstoffextrakte, wie z.B. die hochwirksamen Polysaccharide. In wissenschaftlichen Studien wurden in der Regel solche Extrakte genutzt.

Als Faustregel kann man festhalten, dass Extrakte eher zur Behandlung schwerer Erkrankungen geeignet ist, während man Heilpilzpulver mehr zur Prävention oder zur Behandlung leichterer Erkrankungen einsetzen kann.

Eine Therapie erstreckt sich meist über mehrere Wochen oder auch Monate und ist, bei passender Dosierung, normalerweise nebenwirkungsarm und effektiv.

Die Mykotherapie ist für alle Tierarten geeignet und kann sowohl allein oder in Kombination mit anderen Therapieformen eingesetzt werden.